Klarinette
Die Klarinette ist ein transponierendes Musikinstrument aus der Familie der Holzblasinstrumente. Sie hat eine vorwiegend zylindrische Bohrung und ist mit einem Mundstück mit einfachem Rohrblatt ausgestattet. Der Name des Instruments („kleines Clarino") wird darauf zurückgeführt, dass sie im hohen Register ähnlich klingt wie die hohe Clarin-Trompete, deren Funktion sie im 18. Jahrhundert auch teilweise einnahm. Spieler der Klarinette nennt man Klarinettisten.
Im modernen Gebrauch sind in erster Linie vier Größen üblich: Die „normale“ Klarinette in B, die auch im Jazz und in der Volksmusik verwendet wird, klingt einen Ganzton tiefer als sie notiert wird. Im Orchester gesellt sich zu ihr die A-Klarinette, sie klingt eine kleine Terz tiefer als notiert. Die abwechselnde Verwendung dieser beiden Typen ist vor allem technisch zu begründen, da sie klanglich fast identisch sind: Passagen in B-Tonarten lassen sich auf dem B-Instrument leichter ausführen, die A-Klarinette ist für Kreuz-Tonarten spieltechnisch besser geeignet. Im oberen Kasten sind beide Typen nebeneinander abgebildet (die B-Klarinette mit, die A-Klarinette ohne Mundstück).
Für einige Komponisten steht allerdings gerade der klangliche Unterschied zwischen den beiden Bauweisen – in A oder in B – im Vordergrund und nicht, wie hier dargestellt, die leichtere Griffweise. So wird dort die A-Klarinette für einen weicheren oder wärmeren Klang eingesetzt, auf problematische Tonarten wird dabei keine Rücksicht genommen.
Für hohe Stimmen mit speziellen Klangeffekten wird seit Mitte des 19. Jahrhunderts oft die Es-Klarinette verwendet, deren schriller Ton in Blaskapellen und böhmisch-mährischer Volksmusik, aber auch im groß besetzten Symphonieorchester zum Einsatz kommt. Wegen ihres durchdringenden Klanges wird sie im Orchester normalerweise nur einzeln besetzt. Doch sie kann sich auch sehr gut anpassen und mit dem Orchester mischen, ohne besonders herauszustechen. Analog zum normalen Satz aus B- und A-Klarinette gesellt sich zur kleinen Klarinette in Es diejenige in D. Richard Strauss fordert sie in seiner Tondichtung Till Eulenspiegels lustige Streiche. Üblicherweise wird die Stimme aber auf der Es-Klarinette transponiert gespielt.
Hauptsächlich im Orchester und in der sinfonischen Blasmusik, vereinzelt auch im Jazz, ist die Bassklarinette in B zuhause, die eine Oktave unter der B-Klarinette klingt. Ihr Tonumfang ist oftmals über das tiefe e hinaus erweitert, maximal bis c. Der tiefste Ton ist somit (klingend) Kontra-B.
(Quelle: Wikipedia)



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